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Statuten AABF Deutsch

Föderation der Aleviten in Österreich

Föderation der Aleviten Gemeinden in Österreich (AABF)

STATUTEN

  • 1 Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

1) Die Föderation führt den Namen „Avusturya Alevi Birlikleri Federasyonu (in Deutsch: Föderation der Aleviten Gemeinden in Österreich)“. Die Abkürzung des Vereinsnamens lautet „AABF“.

2) Die Föderation hat ihren Sitz in Wien.

3) Ihre Tätigkeit erstreckt sich auf die Republik Österreich.

  • 2 Zwecke und Ziele

1) Die AABF definiert sich als eine Nicht-Regierungs-Organisation (NRO) nach den Grundsätzen des Alevitentums (Kultur, Philosophie).

2) Die Hauptaufgabe der AABF besteht der lebendigen Erhaltung der alevitisch-bektaschitischen Kultur.

3) Die AABF vertritt die Interessen ihrer Mitgliedsvereine gegenüber Dritten, seien diese juristische oder natürliche Personen öffentlich-rechtlicher oder privatrechtlicher Natur.

4) Sie bemüht sich um die Pflege der alevitisch-bektaschitischen Kultur am Leitfaden der Trinität von Hak, Muhammed und Ali. Insbesondere setzt sich die AABF für die Anliegen und Bedürfnisse der in Österreich lebenden Aleviten ein.

5) Die AABF unterstützt ihre Mitglieder bei der Errichtung von Kulturzentren und Bibliotheken mit spezieller Literatur über die Kultur und Philosophie der Aleviten-Bektaschiten.

6) Die AABF fordert ihre Mitglieder zum friedlichen Zusammenleben mit Menschen unterschiedlichen religiösen Bekenntnisses und kultureller sowie ethnischer Herkunft auf.

7) Im Bemühen um die Befriedigung der kulturellen und sozialen Bedürfnisse ihrer Mitglieder ruft die AABF soziale Einrichtungen ins Leben und organisiert Kurse und Bildungsseminare.

8) Die AABF tritt für die juristische Gleichstellung und Gleichbehandlung aller Mitglieder der Gesellschaft ein.

9) Die AABF fördert die Integration der Aleviten-Bektaschiten in die österreichische Gesellschaft unter Bewahrung der alevitisch-bektaschitischen Kultur.

10) Die AABF bemüht sich um die Erziehung der alevitisch-bektaschitischen Jugend im Sinne der alevitisch-bektaschitischen Kultur und auf der Grundlage demokratischer, säkularer, sozialer und moderner Werte sowie universaler rechtlicher Prinzipien unter Achtung der menschlichen Rechte und Freiheiten.

11) Die AABF unterstützt im Sinne der alevitisch-besktaschitischen Kultur Projekte zum Schutz der Umwelt und sportliche Aktivitäten.

12) Die AABF bemüht sich um den Schutz der historischen und kulturellen Identität der Aleviten-Bektaschiten und um die Unterstützung alevitisch-bektaschitischer Persönlichkeiten (Dede, Baba, Ana, Ocakzade, Ozan).

13) Die AABF engagiert sich zur Ausübung der alevitisch-bektaschitischen Kultur und zur Erforschung der alevitisch-bektaschitischen Kultur in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Medien. Die AABF richtet Ausschüsse und Gremien zur wissenschaftlichen Erforschung der historischen Entwicklung der alevitisch-bektaschitischen Kultur ein. Zu diesem Zwecke organisiert sie auch Konferenzen, Symposien, Seminare, Podiumsdiskussionen, Kurse und Pressekonferenzen und betätigt sich in der Herausgabe von Publikationen.

14) Die AABF bietet ihren Mitgliedern Hilfe bei Problemen, die im Zusammenhang mit Bestattungen auftreten. Die AABF führt ihre Arbeit auf Grundlage der Menschenrechte und der in Österreich gültigen Gesetze durch.

15) Die AABF bekennt sich außerdem zur Unantastbarkeit der Würde des Menschen und zur Gleichberechtigung von Mann und Frau. Die AABF unterstützt daher Frauenverbände und frauenspezifische Aktivitäten.

16) Die AABF begrüßt die Gewährleistung der Religionsfreiheit unter Beachtung der religiösen Unabhängigkeit des Staates.

17) Die AABF fördert karitative Tätigkeiten und betätigt sich im Bereich der Seniorenbetreuung, Kindererziehung, Jugendarbeit und Fürsorge für bedürftige Menschen wie Obdachlose und benachteiligte Gruppen (z. B. MigrantInnen und AsylwerberInnen).

18) Die AABF bietet nach Möglichkeit in österreichischen Institutionen (Krankenhäuser, Gefängnisse u.a.) Betreuung und Begleitung nach den Grundsätzen der alevitisch-bektaschitischen Kultur an.

19) Die AABF unterhält freundschaftliche und kooperative Beziehungen zu Vertretern und Institutionen der alevitisch-bektaschitischen Kultur in der Türkei, in Europa und in anderen Ländern. Auf Beschluss des Vorstands kann die AABF Mitglied anderer Vereine werden, die ihre Anliegen unterstützen.

20) Die AABF unterstützt Bemühungen um die Anerkennung des Alevitentums in der Türkei durch die Verleihung einer gesicherten verfassungsrechtlichen Stellung. Die AABF setzt sich mit ihren Tätigkeiten aktiv für die Demokratisierung der Türkei ein.

21) Die AABF verurteilt jede Art von Diskriminierung. Insbesondere entgegnet sie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Fundamentalismus.

  • 3 Gemeinnützigkeit

1) Die AABF verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und wohltätige Zwecke, die unter die Kategorie steuerbegünstigter Zwecke fallen.

2) Die AABF ist selbstlos tätig und verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke. Das Vermögen der AABF kann nur zu Zwecken verwendet werden, die den Statuten entsprechen.

3) Die Mitglieder der AABF erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglied keine finanziellen Zuwendungen aus den Mitteln der AABF. Beim Ausscheiden aus der AABF oder im Falle einer Auflösung der AABF haben die Mitglieder keinen Anspruch auf Rückerstattung der von ihnen gezahlten Mitgliedsbeiträge und Spenden und können auch keine anderen Ansprüche geltend machen.

  • 4 Mitgliedschaft

1) Jede im österreichischen Zentralen Vereinsregister eingetragene alevitisch-bektaschitische Einrichtung, welche die Statuten und das Grundsatzprogramm der AABF bejaht und befolgt, kann die Mitgliedschaft bei der AABF beantragen. Vereine, die für die Mitgliedschaft bei der AABF kandidieren, sind verpflichtet alle jene Paragrafen in ihren Vereinsstatuten zu ändern, die den Statuten und Zwecken der AABF widersprechen.

2) Jeder Verein kann schriftlich unter Beifügung der Beschlussunterlagen seines Vorstands, der Statuten und der Mitgliederliste die Mitgliedschaft bei der AABF beantragen. Über den schriftlichen Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand der AABF innerhalb einer Frist von drei Monaten.

3) Gegen die Entscheidung der AABF über die Mitgliedschaft können nur Mitgliedsvereine in der ersten Mitgliederversammlung nach der Entscheidung Einspruch erheben. Die Entscheidung der Mitgliederversammlung ist bindend.

4) Die Mitgliedsvereine der AABF sind verpflichtet, die in den Statuten festgelegten Zwecke der AABF zu fördern, deren Prinzipien entsprechend zu handeln und die von den Organen der Föderation getroffenen Beschlüsse umzusetzen. Sie sind außerdem zur Zahlung ihrer Mitgliedsbeiträge und zur Bekanntgabe der Zahl ihrer Mitglieder an die AABF verpflichtet.

5) Die Höhe der Mitgliedsbeiträge und die Modalitäten der Erhebung werden von der Mitgliederversammlung festgelegt.

6) Die Mitgliedsvereine und einzelnen Mitglieder sind nicht berechtigt ohne Zustimmung der Mitgliederversammlung und des Vorstands im Namen der AABF Aktivitäten zu setzen, die in den Aufgaben- und Verantwortungsbereich des Vorstands fallen.

7) Bei der Kandidatur neugegründeter Vereine oder bei der Erstkandidatur wird die Zustimmung eines Mitgliedsvereins, der dem Beitrittskandidaten in örtlicher Nähe steht, eingeholt. Die Vereinsnamen der Beitrittskandidaten dürfen keine Assoziation zu ethnischer Diskriminierung hervorrufen (z.B. Ocak, Irk).

  • 5 Ehrenmitgliedschaft

1) Jede physische, juristische und öffentliche Person, welche die Ziele der AABF unterstützt, kann Ehrenmitglied der AABF werden. Die Entscheidung über die Ehrenmitgliedschaft obliegt dem Vorstand.

2) Auf Ansuchen des Vorstands kann ordentlichen Mitgliedern der AABF von der Generalversammlung die Ehrenmitgliedschaft aufgrund außerordentlicher Dienste und Leistungen verliehen werden. Die Höhe des Mindestbeitrags für Ehrenmitglieder setzt der Vorstand fest. Die Ehrenmitglieder haben ein Mitspracherecht, aber kein Stimmrecht.

  • 6 Einfrieren der Mitgliedschaft

1) Mitglieder, die drei Monate durchgehend ohne Angabe von Gründen ihren Mitgliedsbeitrag nicht bezahlen, werden schriftlich verwarnt und aufgefordert die ausstehenden Beiträge innerhalb von drei Monaten zu zahlen.

2) Werden die Mitgliedsbeiträge trotz der schriftlichen Verwarnung nicht bezahlt, wird die Mitgliedschaft vom Vorstand eingefroren und dem betroffenen Mitgliedsverein sowie dem Zentralen Disziplinarrat innerhalb eines Monats gemeldet.

  • 7 Beendigung der Mitgliedschaft

1) Die Mitgliedschaft eines Mitgliedsverein erlischt durch Verlust ihrer Rechtspersönlichkeit, durch freiwilligen Austritt oder durch Ausschluss.

2) Der freiwillige Austritt erfolgt unter der Bedingung, dass das betroffene Mitglied alle seine Schulden bei der AABF beglichen hat. Der Austrittsbeschluss des Vorstands des Mitgliedsvereins muss dem Vorstand der AABF spätestens drei Monate vor der Mitgliederversammlung schriftlich mitgeteilt werden.

3) Der Ausschluss eines Mitgliedsvereins, der den Statuten und Absichten der AABF zuwider handelt, kann auf Ansuchen des Vorstands der AABF erfolgen. Das Ansuchen ist an den Zentralen Disziplinarrat zu stellen, der es auswertet und über den Austritt entscheidet.

4) Der Ausschluss eines Mitgliedsvereins bedarf der Zustimmung der ersten auf den Kündigungsausspruch folgenden Generalversammlung. Vom Ausspruch der Kündigung bis zur nächsten Generalversammlung ruhen die Rechte des betroffenen Mitglieds.

5) Der betroffene Mitliedsverein kann gegen den Beschluss des Zentralen Disziplinarrates bei der ersten auf den Beschluss folgenden Generalversammlung schriftlich Einspruch erheben. Die Entscheidung der Mitgliederversammlung ist bindend.

6) Nach Beendigung der Mitgliedschaft können keinerlei Ansprüche gegenüber der AABF geltend gemacht werden. Für den freiwilligen Austritt oder den Ausschluss von Ehrenmitgliedern gelten die selben Bedingungen wie für die ordentlichen Mitgliedsvereine.

  • 8 Vereinsorgane

1) Generalversammlung (Mitgliederversammlung)

2) Vorstand

3) Zentraler Aufsichtsrat

4) Zentraler Disziplinarrat

5) Zentraler Gelehrtenrat

6) CANLAR Bestattungs- und Hilfsfonds

7) Repräsentantenversammlung

8) Alevitische Akademie Österreich (AAA)

  • 9 Generalversammlung (Mitgliederversammlung)

1) Die Generalversammlung ist das höchste Organ der AABF mit den meisten Vollmachten. Die Generalversammlung (Mitgliederversammlung) tagt einmal in zwei Jahren, in der zweiten Jahreshälfte des entsprechenden Kalenderjahres.

2) Die Mitgliedsvereine der AABF sind in der Generalversammlung durch Delegierte vertreten. Ehrenmitglieder haben keinen Anspruch auf Vertretung.

3) Die Einberaumung der Generalversammlung wird den Mitgliedsvereinen mindestens sechs Wochen vor dem Termin schriftlich bekannt gegeben. Die Mitgliedsvereine müssen dem Vorstand ihre Delegierten zwei Wochen vor der Generalversammlung schriftlich bekannt geben.

4) Die Mitgliedsvereine sind mit je einem Delegierten pro fünf Mitgliedspersonen vertreten (5=1, 10=2 etc.).

5) Für die Bestimmung der Zahl der Delegierten, die an der Generalversammlung teilnehmen werden, werden die Mitgliedsbeiträge, die von den Mitgliedsvereinen in den letzten sechs Monaten an die Föderation entrichtet wurden, zu Grunde gelegt.

6) Delegierte, deren Vereine ihren Mitgliedsbeitrag nicht bezahlt haben, der AABF ihre Mitgliederlisten für die bevorstehende Generalversammlung nicht vorgelegt oder die Verantwortungen, die ihnen aus der Mitgliedschaft bei der AABF erwachsen, nicht wahrgenommen haben, sind in der Generalversammlung nicht stimmberechtigt.

7) Der Bund der Alevitischen Frauen in Österreich (AAKB) und der Bund der Alevitischen Jugendlichen in Österreich (AAGT) sind durch jeweils 5 Delegierte in der Generalversammlung der AABF vertreten.

8) In der Generalversammlung dürfen sich nur Delegierte zur Wahl in die Organe der AABF stellen, die eine mindestens zwölfmonatige Mitgliedschaft bei einem Mitgliedsverein der AABF vorweisen können. Die Hauptmitglieder des Vorstands, des Zentralen Aufsichtsrates, des Zentralen Disziplinarrats, des Zentralen Gelehrtenrats und des Verwaltungsrats der Alevitischen Akademie Österreich nehmen an der Generalversammlung als ordentliche Delegierte teil. Als ordentliche Delegierte haben sie Stimm- und Mitspracherecht.

9) Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn 51% der Delegierten (die einfache Mehrheit) anwesend sind. Im Falle, dass die einfache Mehrheit nicht zustande kommt, wird innerhalb von sechs Wochen erneut eine Generalversammlung unter Beibehaltung der Tagesordnung und ungeachtet des Zustandekommens der einfachen Mehrheit einberaumt. Die Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst.

10) Aus den Delegierten der Generalversammlung oder aus den Gastteilnehmern wird ein Rat aus drei Personen gewählt, der die Leitung der Mitgliederversammlung übernimmt. Der Rat besteht aus dem Vorsitzenden und zwei Schriftführern.

11) Zuständigkeiten der Generalversammlung:

  1. a) Annahme, Auswertung und Bestätigung der Rechenschaftsberichte des Vorstands, des Zentralen Aufsichts- und Disziplinarrats und Einsprucherhebung,
    b) Entlastung und Wahl des Vorstands, des Zentralen Aufsichts-, Disziplinar- und Gelehrtenrats und des Verwaltungsrats der Alevitischen Akademie Österreich,
    c) Festlegung der Höhe des Mitgliedsbeitrags und der Erhebungsmodalitäten,
    d) Vorschlag und Durchführung von Änderungen in den Statuten,
    e) Durchführung von Aktivitäten gemäß §9 der Vereinsstatuten,
    f) Unterstützung der AABF bei der Entscheidungsfindung bezüglich der Umsetzung ihrer Zwecke und Ziele,
    g) Entscheid über schriftliche Ansuchen des Vorstands, des Zentralen Aufsichts-, Disziplinar- und Gelehrtenrats sowie des Verwaltungs- und Wissenschaftsrats der Alevitischen Akademie Österreich, der AAKB, AAGT und den Mitgliedsvereinen an die Mitgliederversammlung,
    h) Entscheid über die freiwillige Auflösung der AABF.
  • 10 Außerordentliche Generalversammlung (Mitgliederversammlung)

1) Der Vorstand kann eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, wenn es die Umstände in Anbetracht der gegenwärtigen und zukünftigen Aktivität der AABF erfordern.

2) Die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung erfolgt auf schriftliche Ladung des Zentralen Aufsichtsrats, des Zentralen Disziplinarrats oder der Mitgliedsvereine. Die Ladung muss eine Liste der Unterschriften von 10% der in der Mitgliederversammlung vertretenen Delegierten und eine Erklärung der Gründe und Absichten enthalten. Für die Außerordentliche Mitgliederversammlung gelten dieselben Paragrafen wie für die Generalversammlung.

  • 11 Vorstand

1) Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von 2 Jahren in geheimer Wahl gewählt. Die Auszählung der Stimmen erfolgt öffentlich.

2) Der Vorstand besteht aus 9 Hauptmitgliedern und 2 Ersatzmitgliedern. Bei Verhinderung eines Hauptmitglieds erhält ein Ersatzmitglied den Status eines Hauptmitglieds. Dem Vorstand wird nahegelegt 3 der 9 Vorstandssitze aus der Reihe der Hauptmitglieder mit Frauen zu besetzen.

3) Die Vorsitzenden der AAKB und AAGT, des Zentralen Gelehrtenrats und des Verwaltungsrats der Alevitischen Akademie Österreich sind berechtigt an den Vorstandssitzungen teilzunehmen. Sie haben nur Mitspracherecht und kein Stimmrecht.

4) Bei der ersten Sitzung eine Woche nach seiner Wahl wählt der Vorstand aus seinen Hauptmitgliedern 1 Vorsitzender, 3 Vorsitzender Stellvertreter, 1 Generalsekretär, 2 Generalsekretär Stellvertreter, 1 Kassier und 1 Kassier Stellvertreter, die für die Umsetzung der Vorstandsbeschlüsse und für die ordentliche und kontinuierliche Durchführung der Aktivitäten der AABF verantwortlich zeichnen. Einer der Vorsitzenden Stellvertreter muss aus den weiblichen Mitgliedern des Vorstands gewählt werden.

5) Der Vorsitzende ist allein, der Generalsekretär zusammen mit einem der Vorsitzenden Stellvertreter befähigt den Verein nach innen und außen zu vertreten. Der Vorstand bleibt bis zur Wahl eines neuen Vorstands im Amt.

6) Die Mitglieder des Vorstands arbeiten ehrenamtlich. Dies schließt eine entgeltliche Tätigkeit der Vorstandsmitglieder außerhalb des Tätigkeitsbereichs des Vorstands nicht aus.  Im Falle eines Austritts oder Ausschlusses eines in die Organe der AABF gewählten Mitglieds aus der Organisation, durch die es Mitglied der AABF ist, muss dieses alle Funktionen, die es in den Organen der AABF innehatte, abtreten.

  • 12 Zuständigkeiten und Kompetenzen des Vorstands

1) Der Vorstand ist für die Durchführung der Aktivitäten der AABF verantwortlich.

2) Die Zuständigkeiten des Vorstands sind:

  1. a) Einberaumung und Vorbereitung der Mitgliederversammlung und Festlegung der Tagesordnung,
    b) Erstellung eines Rechenschaftsberichts über die Aktivitäten der AABF zur Vorlage bei der Mitgliederversammlung,
    c) Umsetzung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung,
    d) Leitung und Koordination der Aktivitäten der AABF zwischen den Mitgliederversammlungen,
    e) Durchführung der ihm in den Statuten ausdrücklich übertragenen Arbeiten,
    f) Erarbeiten von Vorschlägen zur Umsetzung von in den Statuten vorgesehenen Themen,
    g) Einstellung und Kontrolle des Personals der AABF,
    h) Vertretung der AABF nach innen und außen,
    i) Überwachung der Finanzen der AABF,
    j) Koordination der Tätigkeiten von Mitgliedsvereinen und Organen der AABF um etwaige Überschneidungen und einen Eingriff in die gegenseitigen Tätigkeitsbereiche zu vermeiden.

3) Zur Garantierung des reibungslosen Ablaufs der Arbeit des Vorstands kann ein Geschäftsführer bestellt werden. Die Zuständigkeiten und Kompetenzen des Geschäftsführers bestimmt der Vorstand.

  • 13 Beschlussfassung des Vorstands

1) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse in den Vorstandssitzungen.

2) Die Vorstandssitzungen werden vom Generalsekretär, in dessen Verhinderung von seinem Stellvertreter geleitet.

3) Die Vorstandssitzungen werden vom Generalsekretär, in dessen Verhinderung von seinem Stellvertreter einberufen. Die Mitglieder des Vorstands müssen mindestens eine Woche vor dem Sitzungstermin schriftlich informiert werden.

4) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens 5 seiner Hauptmitglieder, darunter der Vorsitzende und einer der Stellvertreter des/r Vorsitzenden anwesend sind.

5) Die Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit getroffen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des/r Vorsitzenden.

6) Die Vorstandssitzungen werden vom Generalsekretär oder von dessen Stellvertreter protokolliert und die gefassten Beschlüsse ins Beschlussprotokoll aufgenommen.

7) Das Sitzungsprotokoll und Beschlussprotokoll müssen Auskunft geben über den Ort und Datum der Sitzung, die Namen der Teilnehmer, die gefassten Beschlüsse und die Abstimmungsergebnisse. Die Sitzungsprotokolle und Beschlussprotokolle müssen aufbewahrt werden und dürfen nicht an Unbefugte weitergegeben werden.

  • 14 Zentraler Aufsichtsrat

1) Der Zentrale Aufsichtsrat wird von der Generalversammlung für die Dauer von zwei Jahren in geheimer Wahl gewählt. Die Auszählung der Stimmen erfolgt öffentlich.

2) Der Zentrale Aufsichtsrat besteht aus 3 Hauptmitgliedern und 2 Ersatzmitgliedern. Bei Verhinderung eines Hauptmitglieds erhält ein Ersatzmitglied den Status eines Hauptmitglieds.

3) Der Zentrale Aufsichtsrat bleibt bis zur Wahl eines neuen Aufsichtsrats im Amt. Die drei Mitglieder des Aufsichtsrats versammeln sich mindestens zweimal jährlich. Die Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst.

4) Die Sitzungen des Aufsichtsrats werden von einem Schriftführer protokolliert. Die Protokolle müssen Auskunft geben über Ort und Datum der Sitzung, die Namen der Teilnehmer, die gefassten Beschlüsse und die Abstimmungsergebnisse und müssen von den Sitzungsteilnehmern unterzeichnet werden. Die Protokolle sind aufzubewahren und nicht an Unbefugte weiterzugeben.

5) In der ersten Sitzung nach seiner Wahl wählt der Zentrale Aufsichtsrat aus seinen Hauptmitgliedern 1 Vorsitzenden, 1 Vorsitzenden Stellvertreter und 1 Schriftführer und gibt die aus der Wahl hervorgehende Ämteraufteilung dem Vorstand der AABF schriftlich bekannt.

6) Die Sitzungen werden vom Vorsitzenden des Zentralen Aufsichtsrats einberufen und geleitet. Die Ersatzmitglieder haben Mitspracherecht, aber kein Stimmrecht.

7) Der Vorsitzende des Zentralen Aufsichtsrats ist zur Teilnahme an den Sitzungen des Vorstands berechtigt. Er hat in den Vorstandssitzungen Mitspracherecht, aber kein Stimmrecht. Ort und Datum der Vorstandssitzung müssen dem Vorsitzenden des Zentralen Aufsichtsrats vom Vorstand mindestens eine Woche vor dem Termin bekannt gegeben werden.

8) Der Zentrale Aufsichtsrat hat die Aufgabe vor jeder Generalversammlung die Sitzungsprotokolle, Beschlussprotokolle und Rechnungsabschlüsse der AABF zu prüfen und der Mitgliederversammlung schriftlich darüber zu berichten.

9) Der Zentrale Aufsichtsrat prüft alle drei Monate die Buchhaltung der Organe der AABF und teilt dem Vorstand und den Mitgliedsvereinen die Ergebnisse in einem schriftlichen Bericht mit.

  • 15 Zentraler Disziplinarrat

1) Der Zentrale Disziplinarrat wird von der Generalversammlung für die Dauer von zwei Jahren in geheimer Wahl gewählt. Die Auszählung der Stimmen erfolgt öffentlich.

2) Der Zentrale Disziplinarrat besteht aus 3 Hauptmitgliedern und 2 Ersatzmitgliedern. Bei Verhinderung oder Befangenheit eines eigentlichen Mitglieds erhält ein Ersatzmitglied den Status eines Hauptmitglieds.

3) Der Zentrale Disziplinarrat bleibt bis zur Wahl eines neuen Disziplinarrats im Amt. Seine drei Hauptmitglieder versammeln sich mindestens zweimal jährlich. Die Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst.

4) Die Sitzungen des Disziplinarrats werden von einem Schriftführer protokolliert. Die Protokolle müssen Auskunft über Ort und Datum der Sitzung, die Namen der Teilnehmer, die gefassten Beschlüsse und die Abstimmungsergebnisse geben und von den Sitzungsteilnehmern unterzeichnet werden. Die Protokolle sind aufzubewahren und nicht an Unbefugte weiterzugeben.

5) In der ersten Sitzung nach seiner Wahl wählt der Zentrale Disziplinarrat aus seinen Hauptmitgliedern 1 Vorsitzenden, 1 Vorsitzenden Stellvertreter und 1 Schriftführer und gibt die aus der Wahl hervorgehende Ämteraufteilung dem Vorstand der AABF schriftlich bekannt.

6) Die Sitzungen werden vom Vorsitzenden des Zentralen Disziplinarrats einberufen und geleitet. Die Ersatzmitglieder haben Mitspracherecht, aber kein Stimmrecht.

7) Der Vorsitzenden des Zentralen Disziplinarrats ist berechtigt an den Sitzungen des Vorstands teilzunehmen. Er hat in den Vorstandssitzungen Mitspracherecht, aber kein Stimmrecht. Ort und Datum der Vorstandssitzung müssen dem Vorsitzenden des Zentralen Disziplinarrats vom Vorstand mindestens eine Woche vor dem Termin bekannt gegeben werden.

8) Dem Zentralen Disziplinarrat obliegt die Entscheidung über schriftliche Ansuchen, die von Mitgliedern des Zentralen Disziplinarrats, vom Vorstand der AABF oder von den Vorständen der Mitgliedsvereine betreffend des Ausschlusses von Mitgliedsvereinen oder anderen Mitgliedern eingebracht wurden, welche gegen die Statuten der AABF verstoßen sowie bei allen sonstigen Streitigkeiten aus dem Vereinsverhältnis. Die Entscheidung kann im Sinne einer Verwarnung, einer Einfrierung oder eines Ausschlusses von der Mitgliedschaft in der AABF getroffen werden.

9) Die Entscheidungen des Zentralen Disziplinarrats sind den betroffenen Personen bzw. Vereinen, dem Vorstand und allen Mitgliedsvereinen vom Schriftführer schriftlich bekannt zu geben.

10) Gegen die Entscheidungen des Zentralen Disziplinarrats kann in der ersten Generalversammlung nach dem Ausspruch der Entscheidung Einspruch erhoben werden. Die Entscheidung der Mitgliederversammlung über den Einspruch ist bindend.

  • 16 Zentraler Gelehrtenrat

1) Der Zentrale Gelehrtenrat besteht aus den Vertretern der Mitgliedsvereine der AABF (Dede, Baba, Ana). Die Mitgliedsvereine sind im Zentralen Gelehrtenrat durch je zwei Dede, Baba oder Ana vertreten.

2) Die eigentliche und historische Aufgabe des Zentralen Gelehrtenrats ist die Wahrung der alevitisch-bektaschitischen Kultur und Werte unter Wahrung der politischen Unabhängigkeit sowie die Heranbildung der kommenden Generation durch Weitergabe der alevitischen Kultur und Philosophie an die Mitglieder der AABF und die lebendige Bewahrung der alevitischen Identität.

3) Die Modalitäten, nach denen sich der Zentrale Gelehrtenrat konstituiert und arbeitet, sind durch die Geschäftsordnung des Gelehrtenrats geregelt. Zu den originären Aufgaben des Zentralen Gelehrtenrats zählen auch die Fortbildung, Aufsicht und Kontrolle der in den Gelehrtenräten der Mitgliedsvereine wirkenden Gelehrten (Dede, Baba u. Ana) und anderer Gelehrter (Ocakzadeler).

4) In Fragen, welche die alevitisch-bektaschitische Kultur und Werte betreffen, beruft sich der Vorstand auf die Beschlüsse des Zentralen Gelehrtenrats.

5) Gegen die Beschlüsse des Zentralen Gelehrtenrats können der Vorstand und die Mitgliedsvereine bei der ersten Generalversammlung nach der Beschlussfassung Einspruch erheben. Die Entscheidung der Mitgliederversammlung über den Einspruch ist bindend, jedoch behält der Beschluss des Zentralen Gelehrtenrats bis zur Entscheidung der Generalversammlung seine Gültigkeit bei.

6) Der Zentrale Gelehrtenrat erstattet der ordentlichen Mitgliederversammlung der AABF einen Tätigkeitsbericht.

7) Der Zentrale Gelehrtenrat stellt sich alle zwei Jahre, in der zweiten Hälfte des entsprechenden Kalenderjahres, einer Wahl. Er ist verpflichtet sich wenigstens 4 Mal im Jahr zu versammeln. Ort und Datum der Sitzungen des Zentralen Gelehrtenrats müssen seinen Mitgliedern mindestens zwei Wochen vor dem Sitzungstermin vom Vorsitzenden oder Stellvertreter des Vorsitzenden bekannt gegeben werden.

8) Der Zentrale Gelehrtenrat wählt aus seinen Mitgliedern 1 Vorsitzenden, 1 Vorsitzender Stellvertreter und 1 Sekretär. Die Wahlergebnisse werden dem Vorstand der AABF innerhalb einer Frist von zwei Wochen schriftlich bekannt gegeben. Der Zentrale Gelehrtenrat fasst alle seine Beschlüsse einstimmig.

  • 17 Repräsentantenversammlung

1) Die Repräsentantenversammlung ist zuständig für die Erstellung des Grundsatzprogramms der AABF, übernimmt beratende Funktion bei der Erstellung des Arbeitsprogramms und bestimmt die Delegierten, welche die AABF in der Alevitischen Union Europa (AABK) vertreten.

2) Die Repräsentantenversammlung setzt sich aus den Mitgliedern der Organe der AABF (Vorstand, Zentraler Aufsichts-, Disziplinar- und Gelehrtenrat, Verwaltungsrat der Alevitischen Akademie Österreich) und der Organe der Mitgliedsvereinen (Vorstand, Kontrolle, Schiedsgericht, Frauen, Jugend, Gelehrtenrat und deren Unterausschüsse) zusammen. Die Vertretung in der Repräsentantenversammlung erfolgt nach folgendem Kontingentschlüssel:

AABF:
Vorstand   dessen 9 Hauptmitglieder
Aufsichtsrat   „   „  3 Hauptmitglieder
Disziplinarrat   „   „  3 Hauptmitglieder
Gelehrtenrat   „   „  3 Mitglieder

AAKB    „   „  1 Mitglied
AAGT    „   „  1 Mitglied

Mitgliedsvereine:
Vorstand   „   „  3 Hauptmitglieder
Kontrolle   „   „  1 Hauptmitglied
Schiedsgericht  „   „  1 Hauptmitglied
Frauensektion  „   „  1 Hauptmitglied
Jugendsektion  „   „  1 Hauptmitglied
Gelehrtenrat   „   „  1 Hauptmitglied
Unterausschüsse    1 Mitglied pro Unterausschuss

3) Die Repräsentantenversammlung tagt regelmäßig spätestens alle 6 Monate. Die Sitzung gilt als beschlussfähig, wenn 2/3 der Repräsentanten anwesend sind. Die Beschlüsse werden in geheimer Wahl mit einfacher Mehrheit getroffen. Die Auszählung der Stimmen erfolgt öffentlich. Die Beschlüsse der Repräsentantenversammlung sind für alle Organe des AABF – mit Ausnahme der Generalversammlung – bindend.

4) Die Sitzungen finden jeweils auf Einladung eines anderen Mitgliedsvereins statt. Die Leitung der Sitzungen obliegt einem dreiköpfigen Vorsitz, der aus 1 Vorsitzenden, 1 Vorsitzenden Stellvertreter und 1 Sekretär besteht. Das Amt des Vorsitzenden wird vom Obmann des einladenden Mitgliedsvereins, das Amt des Vorsitzenden Stellvertreters vom Obmann des Disziplinarrats und das Amt des Sekretärs vom Obmann des Aufsichtsrats desselben eingenommen. Die Sitzungsprotokolle werden vom Vorsitz unterzeichnet und dem Vorstand der AABF übergeben.

  • 18 Alevitische Akademie Österreich (AAA)

1) Zu den Zuständigkeiten der Alevitischen Akademie Österreich (in Türkisch: Avusturya Alevi Akademisi, kurz: AAA) gehören die Durchführung wissenschaftlicher Forschungen zur alevitisch-bektaschitischen Kultur, Philosophie und Organisation, die Erstellung von Lehrplänen, die Ausbildung der Lehrkräfte und das Erstellen von Bildungsprogrammen für Personen mit Leitungsfunktionen und Ocakzadeler sowie die Verfassung von Berichten zu Themen, die von der Generalversammlung und vom Vorstand vorgegeben werden. Im Rahmen ihrer Zuständigkeiten veranstaltet die AAA Podiumsdiskussionen, Seminare, Konferenzen, Pressekonferenzen und Symposien, betätigt sich durch Veröffentlichung von Bulletins etc. und führt Feldforschungen durch.

2) Die Verwaltungsaufgaben der Alevitischen Akademie Österreich werden von einem dreiköpfigen Verwaltungsrat bestehend aus 1 Vorsitzenden, 1 Vorsitzenden Stellvertreter und 1 Sekretär wahrgenommen, die wissenschaftlichen Aufgaben werden von einem aus zwölf Personen bestehenden Wissenschaftsrat übernommen. Mitglieder des Wissenschaftsrats können nur LektorInnen, AbsolventInnen bzw. StudentInnen an Universitäten bzw. Hochschulen oder Schriftsteller bzw. Künstler sein.

3) Der Verwaltungsrat der AAA wird von der Generalversammlung für die Dauer von zwei Jahren in geheimer Wahl mit einfacher Mehrheit gewählt, wobei jeweils 1 Kandidat/in auf Vorschlag des Vorstand und des Zentralen Gelehrtenrats zur Wahl antreten dürfen. Die Auszählung der Stimmen erfolgt öffentlich. Der Verwaltungsrat bestimmt in seiner ersten Sitzung nach der Generalversammlung den Vorsitzenden, den Stellvertreter des Vorsitzenden und den Sekretär sowie innerhalb von 3 Monaten den Vorsitzenden und die Mitglieder des Wissenschaftsrats. Die Beschlüsse des Verwaltungsrats werden einstimmig gefasst.

4) Der Vorsitzende des Wissenschaftsrates trägt den Titel des Vorsitzenden der Alevitischen Akademie Österreich und vertritt die Akademie nach innen und außen. Die Mitglieder des Verwaltungsrat nehmen an der Generalversammlung der AABF als ordentliche Delegierte teil. Sie haben Stimm- und Mitspracherecht. Die Mitglieder des Wissenschaftsrats sind berechtigt an der Generalversammlung der AABF als beobachtende Delegierte teilzunehmen. Sie haben als solche Mitspracherecht, aber kein Stimmrecht.

5) Die Amtszeit der Mitglieder des Verwaltungsrates und des Wissenschaftsrates endet mit Ablauf der Funktionsperiode, mit dem Austritt oder mit dem Tod des Mitglieds. Außerdem kann der Verwaltungsrat den Vorsitzenden des Wissenschaftsrates ohne Angabe von Gründen seines Amtes entheben, allerdings bleibt in diesem Fall dessen Mitgliedschaft im Wissenschaftsrat bestehen. Die Mitglieder des Verwaltungsrates müssen ihren Rücktritt dem Vorstand, die Mitglieder des Wissenschaftsrates hingegen dem Verwaltungsrat 6 Monate vor Niederlegung des Amts schriftlich bekannt geben. Das frei gewordene Amt im Verwaltungsrat wird vom Vorstand innerhalb eines Monats für die Dauer bis zum nächsten Kongress mit einem neuen Mitglied besetzt. In das freigewordene Amt im Wissenschaftsrat wird vom Verwaltungsrat innerhalb eines Monats ein neues Mitglied bestellt.

  • 19 Änderungen der Statuten

1) Die Änderung von Paragrafen der Statuten und die vollständige Erneuerung der Statuten (das ist der Fall, wenn mehr als die Hälfte der Paragrafen der Statuten geändert werden) werden in der Generalversammlung mit Zweidrittelmehrheit beschlossen. Zur vollständigen Erneuerung der Statuten muss eine Mitgliederversammlung einberufen werden.

2) Eine Änderung der Statuten wird nach Beschluss des Vorstands oder nach Vorlage einer Liste mit den Unterschriften von 10% der in der Mitgliederversammlung vertretenen Delegierten der Mitgliedsvereine und einem schriftlichen Ansuchen an den Vorstand in die Tagesordnung aufgenommen. Die in den Statuten vorgeschriebenen Bedingungen müssen erfüllt sein.

  • 20 Einnahmen der AABF

1) Neben den Mitgliedsbeiträgen erzielt die AABF Einnahmen durch Spenden von Personen aber auch von Fonds und Stiftungen, aus dem Verkauf von Publikationen und anderen Produkten wie Kassetten, Kalendern, Rosetten etc., sowie ferner aus Veranstaltungen wie Konzerten, Theateraufführungen, Kulturveranstaltungen und Buchausstellungen.

2) Diese Erträge dürfen nur im Rahmen der in den Statuten der AABF festgesetzten Absichten und Ziele verwendet werden.

  • 21 CANLAR Bestattungs- und Hilfsfonds

1) Der CANLAR Bestattungs- und Hilfsfonds führt seine Arbeiten im Einklang mit seinen eigenen Statuten durch und ist im Besitz einer autonomen inneren Struktur.

2) Die Leitung des Fonds und seine Aktivitäten werden vom Generalkassier der AABF und dessen Stellvertreter durchgeführt. Um die reibungslose Durchführung der Arbeiten des Fonds zu gewährleisten wird auf Vorschlag des Vorstands der Mitgliedsvereine der AABF je ein Verantwortlicher, der vom Generalkassier der AABF bestätigt werden muss, beauftragt.

3) Die Einnahmen und Ausgaben des Fonds werden über ein eigenes Bankkonto abgewickelt und dürfen ausschließlich für die Tätigkeiten und Aufwendungen des Fonds verwendet werden. Die Arbeiten und Finanzen des Fonds werden vom Aufsichtsrat der AABF überwacht. Der Fonds ist verpflichtet seine Mitglieder alljährlich über den Zustand der Finanzen schriftlich zu informieren.

4) Der Fonds ist verpflichtet als Aufwandsentschädigung für seine Verwaltungsausgaben einen von der Generalversammlung der AABF bestimmten Betrag von seinem separaten Konto an das Konto der AABF zu überweisen.

  • 22 Freiwillige Auflösung der AABF

1) Die Auflösung der AABF wird nach Beschluss des Vorstands oder nach Vorlage einer Liste mit den Unterschriften von 10% der in der Mitgliederversammlung vertretenen Delegierten der Mitgliedsvereine und einem schriftlichen Ansuchen an den Vorstand in die Tagesordnung der Generalversammlung aufgenommen. Das Ansuchen muss eine detaillierte Angabe der Gründe enthalten.

2) Die in den Statuten vorgeschriebenen Bedingungen müssen erfüllt sein. Die Auflösung der AABF erfordert die Teilnahme von 3/4 aller Delegierten an der Generalversammlung und eine Zweidrittelmehrheit bei der Abstimmung.

3) Im Fall einer Auflösung der AABF wird das materielle Vermögen an die Alevitische Union Europa (AABK) übertragen. Das Auflösungsverfahren wird vom Auflösungskomitee, dass von der Generalversammlung gewählt wird, durchgeführt.

  • 23 Schlussparagrafen

1) Diese Statuten wurden im Mai 2011 von der Generalversammlung in Innsbruck einstimmig beschlossen und treten mit dem Tag des Beschlusses in Kraft (mit Ausnahme von §9 Abs. 4, der erst mit der nächsten Generalversammlung seine Gültigkeit erhält).

2) Für Punkte, die nicht in die Statuten aufgenommen wurden, gelten die entsprechenden Paragrafen des österreichischen Vereinsgesetzes und des ABGB.